… aus dem Physiksaal
© 2011 - 2019   Sven H. Pfleger

Aus der Praxis

Messleitungshalter im Selbstbau -

aber mal anders

Gerade die kleinen 2 mm - Messleitungen passen nicht in die sonst üblichen Messleitungshalter. Zudem verheddern sie sich besonders leicht und auch sehr gern - egal ob in der Schublade oder in Lochbrettern an der Wand. Doch es gibt eine recht einfache und zudem enorm platzsparende Variante, die mit wenig Material und wenig Aufwand leicht selbst hergestellt werden kann. Der hier vorgestellte Messleitungshalter besteht im Prinzip aus parallel angeordneten Holzleisten in der Länge der Kabel. Alles zum Aufbau, Tipps und Hinweise zu Haltern für längere Kabel gibt es hier zum Download.

Widerstandsdekade zum Selber bauen

Widerstandsdekaden sind nützliche Hilfsmittel im Labor, mit denen sich, ähnlich einem Potentiometer, Widerstandswerte einstellen lassen. Bei der Dekade sind jedoch definierte Werte darstellbar, die sich meist in Zehnerpotenzen variieren lassen und deren Wert direkt ablesbar angezeigt wird. Solche Dekaden sind, je nach Ausstattung (Anzahl der Bereiche, Belastbarkeit und Genauigkeit der verwendeten Widerstände etc.), recht teuer. Dabei ist der Selbstbau relativ einfach, und die ausführliche Anleitung zum Download zeigt, wie es geht.

Kondensatordekade       

            

zum Selber bauen

Wenn schon - denn schon:  Ähnlich den Widerstandsdekaden sind Kondensatordekaden mindestens ebenso nützliche Hilfsmittel im Labor. Gerade die Kondensatordekade macht nämlich Werte verfügbar, die die normalen Baureihen nicht abdecken. Und mit einem Trick, ist der Bauteileaufwand für den Nachbau sogar recht übersichtlich - nämlich gerade mal 5 Kondensatorwerte pro Dekade. Mit sechs Bereichen (10 pF - 100 pF - 1 nF - 10 nF - 100 nF - 1 µF) lassen sich damit Werte von z.B. 10 pF bis 11 µF und das in 10 pF - Schritten einstellen! Wie das gemacht wird und was dabei zu beachten ist, zeigt natürlich wieder die ausführliche Selbstbau-Anleitung.

Alternative zur Flachbatterie

Sie sind gut geeignet für Experimente zum elektrischen Stromkreis aber sie sind mittlerweile nur noch schwer und dann auch noch teuer zu bekommen: 4,5 V - Flachbatterien! Versuchen sie mal, die in einem beliebigen Supermarkt oder im Baumarkt zu kaufen. Doch es gibt Alternativen: Batterieadapter. In diese Halter kommen drei normale 1,5 V - Mignon-Batterien und schon ist die gewohnte elektrische Energiequelle wieder - mit handelsüblichen Batterien - verfügbar. Wer jetzt noch an die Umwelt denkt, könnte gleich auf wiederaufladbare Akkus setzen. Ob die aber unvermeidbare Kurzschlüsse bei den Versuchen so gut überstehen, muss man für sich selber entscheiden.

Bandgenerator für wenig Geld

Was wären Versuche zur Elektrostatik ohne Bandgenerator? Mit mehreren hundert Euro sind die Bandgeneratoren der großen Lehrmittelfirmen aber leider auch sehr teuer. Für Schülerversuche (10 Stück) unerschwinglich! Doch es gibt einen nahezu idealen “Handheld”-Bandgenerator. Und der kostet wesentlich weniger: Maximal 30 € im Spielwarenhandel. Der mit zwei Mignon-Batterien betriebene Motor im Inneren treibt ein kleines Gummiband an. Das läuft auf der einen Seite über eine Kunststoffrolle, auf der anderen Seite über eine Aluminiumrolle. Oben “greift” eine kleine Metallspitze die Ladungen ab und führt sie einer beschichteten Papp-Röhre zu, die sich so elektrisch auflädt.

Praktische Sicherung für Netzgeräte

Die sicherste Quelle für elektrische Experimente und Versuche ist eine Batterie, obwohl deren ungebremster Einsatz allein schon aus Umweltgesichtspunkten kaum noch zu vertreten ist. Hier ist der Einsatz eines Steckernetzteils überlegenswert, zumindest, wenn dies grundlegende Bedingungen (Kurzschlussfestigkeit und Strombegrenzung, sowie galvanische Trennung) erfüllt. Einfache und preiswerte Steckernetzteile bieten sich da ja an, aber sie sind meist nicht kurzschlussfest. Eine Schmelzsicherung kann das leisten, wird aber viel zu häufig auszutauschen sein. Hier eine Alternative, die in ein kleines Gehäuse passt und keinen Eingriff ins Netzgerät erfordert!

Ergänzung für alle Elektronik -

Stecksysteme

Die Stecksysteme mit 4-mm-Steckkontakten sind in fast jeder Sammlung zu finden. Ergänzt werden können selbst ältere Systeme noch mit aktuellen Bausteinen. Doch nicht immer ist das finanziell zu stemmen, nicht immer gibt es wirklich jedes Bauteil in den Modulgehäusen gefasst und so ist es Zeit für gute Ideen. Welche Möglichkeiten es gibt, was sie kosten und wie man sie baut, das findet sich im Beitrag, den man hier als PDF-Datei laden kann

Ansteckbarer Ausgangsschalter       

für Netzteile

Viele moderne Netzteile haben ihn schon, und auch wenn er zunächst nervt, wird man ihn nach einiger Zeit nicht mehr missen wollen: Den Schalter für das Netzteil - genauer gesagt für dessen Ausgang. Nun könnte man ja recht einfach einen solchen Schalter zusätzlich einbauen - dafür müßte jedoch das Gerät geöffnet werden und nicht immer findet sich dann der passende Platz. Hier eine einfache und praktikable Lösung: Für 5 bis 10 € ist der steckbare Schalter schnell aufgebaut und leistet ab dann wertvolle Dienste. Der Abstand der beiden Einbau-Bananenstecker ist meist im Standardraster von 19mm vorgegeben. Alternativ können natürlich auch ganz andere Schalterkombinationen, zum Beispiel bei einem Doppelnetzteil gebaut werden. Hier würde nicht nur die Verdrahtung sondern die gemeinsame Abschaltung aller Ausgänge einen wesentlichen Vorteil darstellen. Denken sie nur einmal an OP-Schaltungen! Die ausführliche Anleitung zum Download gibt es hier.